Innovativer Systemschrank:Traditionsunternehmen Lohmeier aus NRW setzt auf hochmoderne 3D CAD Technik. |
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![]() »Die selbsterklärenden Modelle haben logischerweise auch zu einer schnelleren Freigabe der Konstruktionen geführt.« Stefan Rixe, Konstruktionsleiter |
Noch vor ein paar Jahren hatten es Käufer von Maschinen und Anlagen nicht leicht, maßgeschneiderte Bedienungs- und Steuerungskonzepte zu finden. In der Regel waren Industrie-PCs in die Maschine eingebaut, schlecht zugänglich und darum nicht eben bedienungsfreundlich. Nachteile, wie hoher Preis, sparsame Ausstattung und kleine Bildschirme mit reduzierten grafischen Darstellungsmöglichkeiten, waren irgendwann nicht mehr akzeptabel. Desktop-PCs boten bei niedrigeren Preisen wesentlich mehr. Warum also nicht diese einsetzen? Herkömmliche Industrie-PCs waren fest eingebaut und frontseitig gegen äußere Einflüsse geschützt. Auch Desktop-PCs müssen vergleichbar geschützt werden. An der Maschine ist hierfür oft nicht genügend Platz vorhanden. Die Idee: der PC "wandert aus". Derartige innovative Steuerungssysteme liefert die Firma LOHMEIER aus Vlotho. In deren Konstruktionsabteilung wird das 3D CAD System SolidWorks eingesetzt.
![]() ...der Topdesk war eine echte Herausforderung für die Konstruktionsabteilung. Ausgangslage: Neu- und Weiterentwicklungen entstehen in der Konstruktion. Für ein innovatives Unternehmen versteht es sich von selbst, dass hier zukunftsorientierte, hochmoderne CAD-Systeme zum Einsatz kommen. Bereits seit 1997 konstruiert man bei LOHMEIER nicht mehr auf Papier. Die wachsende Zahl komplexer Kundenanfragen, die vor allem 3D Modelle verlangen, sowie die Intention, das zugegebenermaßen bis dato unvermeidbare Fehlerpotential in der Konstruktion zu eliminieren, führten in logischer Konsequenz zu der Entscheidung, ein modernes 3D System anzuschaffen. Erste Begegnungen mit SolidWorks gab es 2001. Damals standen neben SolidWorks die Systeme Mechanical Desktop, HICAD, Caddy++ und CADKey in der Auswahl. Komplexität, umständliche Bedienung, geringe Verbreitung und ein ungenügendes Blechbearbeitungsmodul sowie der Preis bildeten den Kanon der KO-Kriterien für diese Systeme. Die Entscheidung fiel für SolidWorks. Problemstellung: Einfache Bedienbarkeit, weite Verbreitung "Die windowsorientierte Benutzeroberfläche und die oft selbsterklärende, einfache Bedienbarkeit dieser Software haben mich von Anfang an überzeugt", erläutert Konstruktionsleiter Stefan Rixe. "Die weite Verbreitung von SolidWorks gibt mir außerdem die Sicherheit, ein Produkt einzusetzen, das zukunftsorientiert ist und stetig weiterentwickelt wird. Das war bei den anderen Systemen nicht so deutlich zu erkennen. Dazu kam, dass wir mit SPI GmbH einen SolidWorks Partner gefunden hatten, der absolut überzeugende Argumente lieferte und der sich auch im Bereich der Entwicklung von Lösungen speziell für die Blechverarbeitende Branche einen Namen gemacht hat." ![]() ...Stefan Rixe schätzt vor allem den innovationspreisgekürten Feature-Manager Heute kommt bei LOHMEIER SolidWorks an drei Arbeitsplätzen zum Einsatz, und das – schon bald - sehr produktiv. Die Anschaffung zweier weiterer Plätze ist geplant. "Mit SolidWorks haben wir in kurzer Zeit unsere anspruchsvollen Ziele verwirklichen können", erläutert Konstruktionsleiter Rixe. "Der Einstieg in die parametrisierte Konstruktion ist gelungen. Darüber hinaus bietet SolidWorks einzigartige Möglichkeiten der Kommunikation mit unseren Kunden, u. a. durch das Visualisierungstool EDrawings. Edrawings erlaubt uns, komplette 3D Modelle zu versenden. Der Kunde hat dann die Möglichkeit, mit Hilfe eines kostenlosen Viewers sein Produkt von allen Seiten bis ins Detail zu begutachten. Die 3D Konstruktion unterstützt uns darüber hinaus hervorragend bei der Darstellung für unseren Katalog." Selbsterklärende Modelle Stefan Rixe schätzt vor allem den innovationspreisgekürten Feature-Manager des 3D Systems, der das "Auf- und Abwandern" innerhalb der Konstruktion erlaubt: "Durch die Möglichkeit mit eigener Namensgebung und Ordnerfunktionen arbeiten zu können, wird die Übersichtlichkeit der Konstruktion enorm erhöht", schwärmt Rixe. "Die selbsterklärenden Modelle haben logischerweise auch zu einer schnelleren Freigabe der Konstruktionen geführt." Der Topdesk TD-600, LOHMEIERs Alternative zum herkömmlichen Steuerpult, war eine echte Herausforderung für die Konstruktionsabteilung. Bei der Entwicklung des Gehäuses wurde besonderer Wert auf Ergonomie, Funktionalität, Flexibilität und Design gelegt. Die Hauptelemente des Systems sind das bis zu 180 Grad schwenkbare, multifunktionale Steuergehäuse und ein variables Unterschranksystem. Im schwenkbaren Steuergehäuse finden Monitor, Tastatur, Schalter, Taster und Anzeigen bequem Platz und sind dort sicher untergebracht. Durch den Schwenkmechanismus lässt sich das Gehäuse an unterschiedliche Bediener anpassen. Für die Überwachung der Steuerung bei größeren Entfernungen kann der Bildschirm senkrecht nach oben gestellt werden. Unterhalb des schwenkbaren Bedienpultes bleibt genügend Platz für Schubladen, in denen sich beispielsweise Mess- und Prüfmittel oder Werkzeuge sicher unterbringen lassen. Wahlweise kann ein 19"-Unterschrank, auf Wunsch mit verschließbarer Tür, oder zwei Festböden geliefert werden. Das Steuergehäuse ist von der Rückseite her einfach zugänglich, Montage- und Servicearbeiten sind dadurch wesentlich erleichtert. Software ersetzt Pappmodell In der Anfangsphase wurden die Zeichnungen für dieses Projekt noch in 2D erstellt. Drei Mitarbeiter waren sechs Wochen lang mit Entwicklung und Konstruktion befasst. "Heute machen so etwas natürlich von Anfang an in 3D. Wenn man alleine bedenkt, was für einen Aufwand wir früher getrieben haben, um die räumlichen Abhängigkeiten festzustellen, zum Beispiel um den Drehpunkt festzulegen", erklärt Stefan Rixe. "Da haben wir dann ein Pappmodell gebaut. So etwas können wir heute natürlich komplett, exakter und mit viel weniger Zeiteinsatz aus dem 3D Modell abgreifen." Die Konstruktionsdaten werden nun peu a peu in den SolidWorks Modellbestand übertragen. Die Flexibilität und die Möglichkeiten der Anpassung des Standardmodells an besondere Wünsche der Kunden werden dann deutlich einfacher. ![]() ...präziser konstruiert heißt auch schneller gefertigt... Lösung: Konstruktionsleiter Rixe und seine Mitarbeiter sind sicher, mit der Entscheidung für SolidWorks eine gute Entscheidung getroffen zu haben. SolidWorks wurde "on the fly" eingeführt. "Nach einer Woche Schulung bei SPI waren meine Kollegen und ich in der Lage, mit dem Programm zu arbeiten. Zwar müssen wir uns alle hier zunächst noch an die neuen Konstruktionsrichtlinien und Vorgaben gewöhnen, und das Tagesgeschäft läuft natürlich weiter", fasst Rixe zusammen. "Mit SolidWorks sind wir jedoch auf der richtigen Seite: Wir arbeiten mit einem hochmodernen, zukunftsorientierten 3D CAD System, das in punkto Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit kaum Wünsche offen lässt. Wir können so unserem hohen Anspruch an unsere Produkte und den Wünschen unserer Kunden nach einem ausgewogenen Verhältnis von Preis und Leistung heute und in Zukunft umfassend gerecht werden." Die Firma LOHMEIER Schaltschrank-Systeme GmbH & Co. KG wurde 1963 von Fritz Lohmeier in Vlotho (Ostwestfalen) gegründet. Ursprünglich als Stahlblechlieferant für Baustellen tätig, erweiterte LOHMEIER sein Produktportfolio auf die gesamte Palette der Gehäuse, angefangen bei Klemmkästen, über Bus- und Systemgehäuse, Wand-, Anreih- und Großschaltschränke, Schaltpulte und Pultsysteme bis hin zu PC-Systemschränken und –pulten. Ein umfangreiches Zubehörprogramm sowie mechanische und elektrotechnische Systemkomponenten runden das Angebot ab. LOHMEIER beschäftigt heute 120 Mitarbeiter, besitzt Tochtergesellschaften in Frankreich und England sowie Niederlassungen und Auslieferungslager in europäischen Nachbarländern sowie in Übersee. Kunden stammen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, speziell aus dem Elektroanlagen- und Steuerungsbau, aus den Bereichen Datennetzwerktechnik und Telekommunikation. Motivierte Mitarbeiter und ein hochmoderner Maschinenpark sorgen dafür, dass das Unternehmensziel "Einfach gute Lösungen, auch für komplexe Anwendungen" erreicht und von den Kunden honoriert wird. Dass LOHMEIER diesem Ziel gerecht wird unterstreicht nicht zuletzt die Tatsache, dass die Firma kürzlich zu einem der 100 innovativsten Unternehmen in NRW gekürt wurde. Der Autor dieses Artikels ist Christian Burdorf, Mitarbeiter der SPI, Ahrensburg |